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Eine zufällige Begegnung! Ein Moment! Ein Verweilen!
Straßenmusiker sorgen für irritierende Augenblicke,
sie werfen den Passanten aus dem Trott, aus der Kurve der
Gedanken und Wege, die er gerade eingeschlagen hat. Meist
spielen Straßenmusiker eine Musik, die der Passant niemals
freiwillig zuhause hören würde, aber jetzt gerade,
in diesem Moment, da ist es diese Musik genau richtig, kurz
Pause zu machen und sich über den Alltag wegtrösten
zu lassen. Vielleicht lässt sie ihn auch kurz zweifeln,
am eigenen Leben, so, wie er es sich ausgesucht hat? Er ist,
zumindest kurz, fasziniert vom Vagabundenleben, der Freiheit
dieser Musiker. Einfach alles liegen und stehen lassen und
auch mal ganz ohne Verpflichtungen durch die Welt ziehen?
Vor Stadt zu Stadt, von Land zu Land, sich treiben lassen?
Straßenmusiker nutzen den öffentlichen Raum als
Bühne. Anders als Bands, die in Clubs und Konzerthallen
spielen, gehen sie dort hin, wo Menschen sind, die noch gar
nicht wissen, dass sie Publikum werden sollen. Sie suchen
sich ein Publikum, von dem sie nicht wissen, wer es ist und
ob sie von ihm überhaupt erwünscht sind. Oft sind
Straßenmusiker selbst ganz verwundert über ihre
unterschiedlichen Zuhörer, über die, die sich Zeit
nehmen und einfach mal stehen bleiben und zuhören.
Straßenmusiker gestalten das Stadtbild bunter und abwechslungsreicher
in Zeiten, wo der öffentliche Raum immer kleiner wird
und immer kontrollierter. Die Bandbreite ist groß: Manche
treten als ganzes Orchester auf, andere als "One-Man-Show";
gespielt wird auf klassischen Instrumenten oder auch mal auf
Wassergläsern, und genauso vielfältig ist das musikalische
Repertoire. Straßenmusiker gibt es überall auf
der Welt, aber die Traditionen und Regeln sind oft verschieden:
In Paris - und jetzt auch in London - müssen sich Straßenmusiker
zum Beispiel speziellen Prüfungen unterziehen, damit
sie im U-Bahn-Bereich überhaupt spielen dürfen.
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STRASSENMUSIK
EIN FILM VON Jens Riis Peter Mikkel Gaardmand Zäll
»Straßenmusik« ist ein unabhängiges
Dokumentarfilmprojekt, das einen Blick auf die einzigartige
Subkultur der Straßenmusik in Berlin wirft. Peter Mikkel
Gaardmand Zäll und Jens Riis aus Kopenhagen waren bei
ihren Berlinaufenthalten fasziniert von der Musikkultur, der
sie in den Straßen dieser von Kunst durch-drungenen
Stadt begegneten. Doch sie hatten das Gefühl, dass diese
bohemische Kunstform wenig beachtet wurde und die Menschen
nicht erkannten, welche Schönheit die Musik in ihrenAlltag
bringt. Die Berliner sahen die Musiker vielmehr als bettelnde
Streuner, denn als wahre Künstler mit großem musikalischem
Talent.
In Kopenhagen sieht man selten Straßenmusiker, da die
Stadt eine solche Kultur nicht anzieht. Zäll und Riis
teilten die Meinung, dass Straßenmusiker die Vielfalt
einer Stadt anreichern und eine sozialeVielschichtigkeit kreieren.
Dieses Interesse erzeugte die Idee zu einem Dokumentarfilm,
und sie beschlossen, das Projekt unabhängig zu produzieren.
Die Geschichten der Straßenmusiker mussten erzählt
werden, um das Verständnis und die Akzeptanz für
ihre Arbeit und ihr Dasein zu vergrößern. Straßenmusik
ist eine Kunstform, die ihren eigenen Prozess bloßstellt.
Sie ist ein Lifestyle, eine fortlaufende Performance, Kunst
in Bewegung. Sie verlangt Beständigkeit und den Willen,
sein eigenes Leben dieser Musikform zu widmen.
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English:
In for "Berlin Digital", in for "Berlin
Analog"!
Berlin Analog is a documentary snap-shot: A DVD containing
a documentary film about four musicians, with original composition
by 13 Berlin based buskers and a music video.
Far from the drab environment of an underground station, the
documentary film and the songs have been recorded in cafés,
bars, even on a moving underground train -just where they
are to be found every day. Each musician has his own definition
of street music but they share one attribute: They are attentive
observers of our daily lives. Through their songs they not
only tell their own stories, but also those of us, the passers-by.
A chance encounter! A moment. A pause! Street musicians provide
unexpected moments, they interrupt the daily grind of the
passers-by and distract them from the thoughts and actions
they were about to take. Usually street musicians play music
the passer-by would never listen to by choice in her/his own
home. But now, in this particular moment, the music fits perfectly,
allowing the passer-by to take a short break and to be comforted.
Maybe the music, just for a brief moment makes us question
their chosen life? There is, at least for a moment, fascination
for the vagabond lifestyle, for the freedom of these musicians
who seem to simply leave everything behind and drift around
the world, without commitments - from city to city, from country
to country.
Buskers make the public space their stage. Unlike bands that
play clubs and concert halls, they go where the people are
- who dont even know they are to become an audience.
They find themselves a public who they dont know yet
and who might not be welcoming. Often buskers themselves are
surprised at the variety of their audience, those who take
the time to stop and listen. Buskers make the townscape more
colourful and diverse, in times , where the public sphere
is becoming smaller and is more controlled. The range is wide:
Some perform as an orchestra, others deliver a one-man-show;
some play on classical instruments, others on glasses filled
with water, and their repertoire is equally diverse.
Street musicians exist all over the world, but rules and
traditions vary. For example in Paris - and now also London
- buskers have to do an audition before they are allowed to
play in the underground.
STRASSENMUSIK
A FILM BYJens Riis Peter Mikkel Gaardmand Zäll
»Straßenmusik« is an independent documentary
project, focusing on the unique subculture of street music
in Berlin. Peter Mikkel Gaardmand Zäll and Jens Riis,
both locals of Copenhagen, having spent some time in Berlin,
found themselves fascinated by the music culture they encountered
on the streets of this art infused city. They shared a feeling
that this bohemian art form was somehow overlooked and not
appreciated for the beauty that brings to everyday life. It
seemed to them that locals perceived the musicians more as
"drifters, askingpeople for money", than artists
trying to make an honest living by using their talents.
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